HIV
infiziert menschliche
Zellen, die an ihrer Oberfläche Eiweisse tragen, die CD4 genannt
werden.
HIV trägt seinerseits in seiner Hülle gp120 genannte
Eiweisse
und diese passen auf die CD4-Moleküle wie ein Schlüssel zum
Schloss.
Die CD4-Moleküle sind für HIV die wichtigsten Andockstellen.
Bei der Infektion einer Zelle spielen jedoch weitere Eiweisse auf der
Zelloberfläche
eine wichtige Rolle; diese werden als Co-Rezeptoren oder
Hilfsschlösser
bezeichnet. Erst dieser intensive Kontakt zwischen Virus und Zelle
führt
dazu, dass die virale Erbinformation, einsträngige HIV-RNA (Ribonukleinsäure)
und
drei virale Enzyme (Steuerprogramme) durch Fusion der Virus-Hülle
mit der Zellmembran in die Zelle eingeschleust werden [Graphik][Trick-Film].
Um von der Zelle verstanden zu werden, muss nun die virale
Erbinformation
in eine für die Zelle verständliche Sprache umgeschrieben
werden.
Dies geschieht mit Hilfe eines der vom Virus mitgebrachten Enzyme,
einem
RNA-DNA- Übersetzungsprogramm, das als Reverse Transkriptase
bezeichnet
wird. Die viralen Erbinformation liegt daraufhin als einsträngige
HIV-DNA (Deoxyribonukleinsäure) vor. Sie wird verdoppelt und - mit
Hilfe eines weiteren viralen Enzyms, der Integrase - als sogenanntes
Provirus
ins Erbgut der Zelle eingespleisst. Diese, im zellulären Erbgut
integrierte
virale Erbinformation funktioniert nun wie Zell-Erbgut und steuert die
zellulären Mechanismen zur eigenen Vermehrung: Die Zelle
prodiziert
HIV-RNA, virale Enzyme und andere Bestandteile, die an der
Oberfläche
der Zelle zu neuen Viren zusammengesetzt werden. Bei einem Teil dieser
viralen Bestandteile handelt es sich zunächst um lange,
funktionsuntüchtige
Eiweissfäden ("Vorfabrikate". Damit diese in die Hüllen
passen bzw. damit
infektiöse
Viren entstehen können, müssen sie von einer viralen
Eiweiss-Schere
(dem dritten Enzym, der HIV-Protease)
in funktionierende
Eiweisstücke
geschnitten werden. Man schätzt, dass eine infizierte Zelle etwa
200
Viren produziert und täglich etwa 10-100 Milliarden neue Viren
entstehen.
[Grafik]
Last
update 14.02.2009
Therapie-Prinzipien
Viren sind keine Lebewesen sondern lediglich in einer
Hülle verpackte Programme. Programme vermehren sich durch Kopieren
und sie können sich nur verändern, wenn sie fehlerhaft
kopiert werden. Das Geheimnis der aktuellen Dreierkombinationen besteht
darin, dass sie den Kopier-Prozess, d.h. die Virusvermehrung
vollständig stoppen. Wenn es aber keine neuen Viren mehr gibt,
dann gibt es auch keine veränderten Viren ("ohne Replikation keine
Mutation"), konkret: auch keine Viren mit verminderter Empfindlichkeit
gegen Medikamente.
Medikamente können nur langfristig wirken, wenn im Körper
über 24 Stunden während 365 Tagen pro Jahr diejenigen
Wirkstoff-Konzentrationen („Medikamentenspiegel“)
beibehalten werden, die es braucht, um die Virusvermehrung
vollständig zu stoppen. Da Medikamente permanent über Leber
und Niere ausgeschieden werden, können die notwendigen
Wirkstoffkonzentrationen im Körper nur beibehalten werden, wenn
sie regelmässig eingenommen werden. Vergessen, absichtliches
Weglassen einzelner Medikamente, mangelhafte Aufnahme oder zu schnelle
Ausscheidung aufgrund von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
führen zum Absinken der Wirkstoffspiegel: die Viren beginnen sich
zu vermehren und durch Kopierfehler entstehen Viren mit verminderter
Empfindlichkeit oder vollständiger Resistenz gegen
Medikamente….
Last update 14.02.2009

Medikamente gegen HIV hemmen die Entwicklung des Virus in verschiedenen Phasen seines Infektionszyklus. Aufgrund der Phase, in der sie den Infektionszyklus unterbrechen werden sie in verschiedene Klassen eingeteilt und aufgrund der Art und Weise wie sie dies tun, lassen sie sich weiter unterscheiden. In klinischen Studien bzw. in der Schweiz zur Behandlung zugelassen sind Medikamente der Familien der Entry Inhibitoren und der Reverse Transkriptase Inhibitoren sowie der Substanzklassen der Integrase Inhibitoren, der Protease Inhibitoren und der Maturations Inhibitoren. Bei den Entry Inhibitoren lassen sich Attachment-Inhibitoren, Ko-Rezeptor-Blocker (CCR5-Antagonisten, CXR4-Antagonisten) und Fusions-Inhibitoren und bei den Reverse Transkriptase-Inhibitoren Nukleosidanaloga, Nukleotidanaloga und Nicht-Nukleosidanaloga unterscheiden.
Die Medikamente der Familie der Entry Inhibitoren verhindern den Eintritt von HIV in die Wirtszelle und damit die Infektion von Zellen. Dies bedeutet, dass Zellen, die bereits HIV bereits als RNA oder als Provirus in sich tragen, durch eine Behandlung mit Entry Inhibitoren nicht an der Produktion neuer Viren gehindert, nicht-infizierte Zellen hingegen geschützt werden. Aufgrund ihres Wirkmechanismus lassen sich drei Klassen von Entry Inhibitoren unterscheiden. Attachment-Inhibitoren verhindern das Andocken von HIV an die Wirtszelle bzw. des äusseren Teils des Transmenbran-Eiweisses gp120 an die CD4-Rezeptoren. Korezeptor-Blocker verhindern den Kontakt von gp120 mit den Co-Rezeptoren CCR5 oder CXCR4 und Fusions-Inhibitoren verhindern ein Verschmelzen des Virus mit der Wirtszelle.
Der CCR5 Antagonist Maraviroc (Celsentri® / Selzentry®) ist zugelassen; Vicriviroc befindet sich in klinischer Erprobung (Phase III). Sie binden an die CCR5-Rezeptoren, was dazu führt, dass HIV-Stämme, die - nebst dem Hauptrezeptor CD4 - lediglich den Korezeptor CCR5 zum Eintritt in eine Wirtszelle benötigen, diese nicht mehr erkennen. Dies bedeutet, dass neue Zellen vor einer Infektion mit R5-Viren (solche die lediglich CCR5 als Korezeptor benutzen) geschützt und weitere Infektionszyklen verhindert werden.
Zugelassen ist der Fusionsinhibitor Enfuvirtide (Fuzeon®, T-20). Als Analogon des C-terminalen heptad repeats (HR1) von gp41 bindet sich T-20 an HR2 (dem N-terminalen terminalen heptad repeat) und verhindert so ein Verdrillen von HR1 mit HR2 bzw. das Verschmelzen des Virus mit der Hülle der Wirtszelle.
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Reverse-Transkriptase Inhibitoren (RT-Hemmer, RTI)
Die Medikamente der Familie der Reversen Transkriptase Inhibitoren (RT-Hemmer) hemmen die Übersetzung der genetischen Information des Virus von RNA in DNA. Sie verhindern damit einen Vorgang, der dazu führt, dass das Viruserbmaterial in das Erbmaterial der Zelle eingebaut wird. Dies bedeutet, dass neue Zellen vor einer Infektion geschützt werden. Dies bedeutet aber auch, dass Zellen, die HIV bereits als Provirus in sich tragen, durch eine Behandlung mit RT-Hemmern nicht an der Produktion neuer Viren gehindert werden. Die Medikamentenklassen Nukleosidanaloga, Nukleotidanaloga und Nicht-Nukleosidanaloga unterscheiden sich voneinander durch die Art wie sie die Reverse Transkriptase an der Übersetzung hindern.
Nukleosidanaloga (NRTI) und Nukleotidanaloga RT-Hemmer (NtRTI)
Nukleosid und Nukleotidanaloga sind RT-Hemmer, die beim Um-Schreiben der viralen genetischen Information als falsche Bausteine in die Viruserbgut-Übersetzung eingebaut werden. Da den falschen Bausteinen ein Anschlussstück fehlt, bricht der Übersetzungsprozesses ab. Neue Zellen werden vor einer Infektion geschützt, infizierte Zellen jedoch nicht an der Produktion neuer Viren gehindert. Um wirksam zu sein müssen Nukleosidanaloga RT-Hemmer im Innern einer infizierten Zelle in ihre aktive Form umgewandelt, d.h. mit drei Phosphor-Gruppen versehen werden. Nukleotidanaloga tragen bereits eine Phosphorgruppe. Sie haben, wenn sie in eine Zelle eintreten, den ersten von drei Aktivierungsschritten bereits hinter sich.
Zur Behandlung der HIV-Infektion zugelassene Nukleosidanaloga RT-Hemmer sind ABC (Generischer Name, Handelsname: Abacavir, Ziagen®), AZT (Zidovudin, Retrovir®-AZT), ddI (Didanosin, Videx®), 3TC (Lamivudin, 3TC®), d4T (Stavudin, Zerit®), FTC (Emtricitabin, Emtriva®) und der Nukleotidanalogon RT-Hemmer TDF (Tenofovir disoproxil fumarat, bisPocPMPA, Viread®). In klinischer Prüfung befinden sich Nukleosidanaloga wie Apricitabin (AVX 754= SPD 754), Elvucitabin (Beta-L-Fd4C) etc. In der Schweiz nicht mehr im Handel ist ddC (Zalcitabin, Hivid®). Der Nukleotidanalogon RT-Hemmer BisPom-PMEA (Adefovir dipivoxil, Preveon®) ist zur Behandlung der Hepatitis B zugelassen und wird zur Behandlung von HIV nicht weiterentwickelt.
Die Behandlung mit einem Nukleosidanaloga RT-Hemmer oder einer Kombination von zwei NRTI senkt den viral load (Zahl der Viren im Körper) und die CD4-Zellzahl steigt an. Studien zeigen, dass eine Kombination von AZT + ddI, AZT + 3TC und AZT + ddC das Fortschreiten der Immunschwäche verzögert, das Auftreten von Aids-definierenden Infektionen vermindert und das Leben verlängert.
Studien
zeigen aber auch,
dass sich dieser Nutzen mit der Zeit verliert. Der Grund dafür
liegt
darin, dass HIV sich ständig wandelt. Jedes neu produzierte Virus
kann sich von seinen Vorgängern unterscheiden. Wenn bei einem
Virus
eine veränderte Reverse Transkriptase auftritt und sich diese
durch
einen bestimmten RT-Hemmer nicht mehr hemmen lässt, spricht man
von
einer Resistenz.
Resistenz
gegen einen RT-Hemmer
geht häufig einher mit einer Resistenz gegen eine andere
Substanzen
aus dieser Klasse; man spricht von Kreuzresistenz. Dies bedeutet, dass
auch von der anderen Substanz keine Wirkung mehr zu erwarten ist und
somit
den Verlust von Behandlungsmöglichkeiten.
Die Behandlung mit zwei Nukleosidanaloga RT-Inhibitoren und einem Protease-Inhibitor oder Nicht-Nukleosidanaloga RT-Hemmer (sog. Dreier-Kombination) und die korrekte Einnahme der Medikamente sind die besten Möglichkeiten um einer Resistenzentwicklung vorzubeugen.
Es lohnt sich, die Einnahme-Vorschrift mit dem Arzt ausgiebig zu besprechen und den Beipackzettel zu lesen. Einzelne Medikamente müssen nüchtern, andere zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Es lohnt sich auch, sich im Voraus über die Nebenwirkungen und Wechselwirkungen (mit anderen Medikamenten und Substanzen, die sie möglicherweise sonst einnehmen) zu orientieren. Weitere Information hierzu findet sich auf den Seiten über die einzelnen Substanzen (ABC, AZT, ddC, ddI, 3TC, d4T, FTC, TDF).
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Nicht-Nukleosidanaloga RT-Hemmer (NNRTI)
Wie
die
Nukleosidanaloga
RT-Hemmer stören die NNRTI die Funktion der Reversen
Transkriptase,
werden aber nicht als falsche Bausteine in die
Viruserbgut-Übersetzung
eingebaut. Sie stören die Polymeraseaktivität durch
Bindung in der Nähe des aktiven Zentrums der Reversen
Transkriptase. Neue Zellen werden vor einer Infektion geschützt,
infizierte
Zellen jedoch nicht an der Produktion neuer Viren gehindert. Da sich
unter
einer alleinigen Behandlung mit einem NNRTI sehr schnell eine Resistenz
auftritt können sie lediglich in einer Kombinationsbehandlung
sinnvoll
eingesetzt werden.
In der
Schweiz zur Behandlung
der HIV-Infektion zugelassen sind Efavirenz (Stocrin®
oder Sustiva®), Etravirin
(Intelence®) und Nevirapin
(Viramune®),
in den USA zusätzlich Delavirdin
(Rescriptor®).
In klinischer Prüfung befinden sich Substanzen wie
Rilpivirin (TMC-128) und andere.
Die Behandlung mit zwei Nukleosidanaloga RT-Inhibitoren und einem Nicht-Nukleosidanaloga RT-Hemmer oder Protease-Inhibitor (sog. Dreier-Kombination) und die korrekte Einnahme der Medikamente sind die besten Möglichkeiten um einer Resistenzentwicklung vorzubeugen.
Es lohnt sich, die Einnahme-Vorschrift mit dem Arzt ausgiebig zu besprechen und den Beipackzettel zu lesen. Einzelne Medikamente müssen nüchtern, andere zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Es lohnt sich auch, sich im Voraus über die Nebenwirkungen und Wechselwirkungen (mit anderen Medikamenten und Substanzen, die sie möglicherweise sonst einnehmen) zu orientieren. Weitere Information hierzu findet sich auf den Seiten über die einzelnen Substanzen (Efavirenz, Etravirin, Nevirapin).
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Liegt die genetische Information des Virus einmal in Form
von Desoxyribonukleinsäure (DNA) - der Sprache unserer
Erbinformation - vor, so wird diese mit Hilfe eines Viruseigenen
Enzyms, der HIV-Integrase, in die menschliche Erbinformation der Zelle
eingespleisst. Ein in die menschliche Erbinformation integriertes
Virus wird als Provirus bezeichnet. Wirkstoffe der
Substanzklasse der Integrasehemmer binden an die Integrase
und hemmen ihre Aktivität. Als Folge davon, können keine
Proviren (und damit auch keine neuen Virusproteine) gebildet
werden.
Zur
Behandlung der HIV-Infektion
zugelassen ist Raltegravir
(Isentress® MK-0518); Integraseinhibitoren
wie Elvitegravir
(GS-9137) und andere befinden
sich in klinischer
Entwicklung und sind derzeit lediglich im Rahmen von Studien
erhältlich.
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Nach Vorschrift der genetischen Information von HIV produzieren infizierte menschliche Zellen Eiweisse, deren Bestandteile zum Aufbau neuer Viren dienen. Medikamente der Klasse der Protease-Inhibitoren verhindern, dass HIV-Eiweiss-Scheren diese "Vorfabrikate" (gag-Polyprotein und gap/pol-Polyprotein) in funktionierende Stücke schneiden. So entstehen zwar weiterhin Virushüllen - das env-Vorfabrikat wird durch eine zelluläre Eiweissschere gespalten - diese können jedoch keine neuen Zellen infizieren. Innerhalb des HIV-Infektionszyklus setzen Protease-Hemmer nach den RT-Hemmern an. Zellen, die HIV bereits als Provirus in sich tragen, werden an der Produktion neuer Viren gehindert.
Zur Behandlung der HIV-Infektion zugelassen sind: Atazanavir (Reyataz®), Darunavir (Prezista®), Fosamprenavir (Telzir®, früher auch Amprenavir unter dem Markennamen Agenerase®), Indinavir (Crixivan®), Lopinavir/r (Kaletra®), Nelfinavir (Viracept®), Ritonavir (Norvir®), Saquinavir (Invirase®, früher auch Fortovase®) und Tipranavir (Aptivus®).
Die Behandlung mit einer Kombination von Protease- und RT-Hemmern senkt den viral load und die CD4-Zellzahl steigt an. Studien zeigen eindrücklich, dass Kombinationstherapien die einen Protease-Inhibitoren enthalten, das Fortschreiten der Immunschwäche verzögern, das Auftreten von Aids-definierenden Infektionen vermindern und das Leben verlängern.
Studien bei denen Menschen entweder nur mit einem Protease-Inhibitor behandelt wurden oder bei denen ein Protease-Inhibitor zur vorbestehenden, versagenden Behandlung hinzugefügt wurde zeigen aber auch, dass sich dieser Nutzen mit der Zeit verliert. Der Grund dafür liegt darin, dass ein einziges Medikament nicht ausreicht, um die Virusvermehrung vollständig zu stoppen. Eine fortgesetzte Virusvermehrung unter einer Behandlung führt zum entstehen vermindert empfindlicherViurs-Varianten. Wenn bei einem Virus eine veränderte Protease auftritt und sich diese durch einen bestimmten Protease-Inhibitor nicht mehr hemmen lässt, spricht man von einer Resistenz. Resistenz gegen einen Protease-Inhibitor geht häufig einher mit einer Resistenz gegen weitere Substanzen aus dieser Klasse; man spricht von Kreuzresistenz. Dies bedeutet den Verlust von Behandlungsmöglichkeiten.
Die Behandlung mit einem Protease-Inhibitor und zwei Nukleosidanaloga RT-Inhibitoren (sog. Dreier-Kombination) und die korrekte Einnahme der Medikamente sind zur Zeit die besten Möglichkeiten um einer Resistenzentwicklung vorzubeugen.
Es lohnt sich, die Einnahme-Vorschrift mit dem Arzt ausgiebig zu besprechen und den Beipackzettel zu lesen. Einzelne Medikamente müssen nüchtern, andere zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Es lohnt sich auch, sich im Voraus über die Nebenwirkungen und Wechselwirkungen (mit anderen Medikamenten und Substanzen, die sie möglicherweise sonst einnehmen) zu orientieren. Weitere Information hierzu findet sich auf den Seiten über die einzelnen Substanzen (Atazanavir, Darunavir, Fosamprenavir, Indinavir, Lopinavir, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir, Tipranavir).
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Maturationshemmer
binden an das gag-Polyprotein, ein Eiweiss-"Vorfabrikat " und
blockieren dessen Spaltung an der Capsid-SP1-Trennstelle. Auf
andere Weise wird bezüglich der Entwicklung des gag-Polyproteins
dasselbe erreicht wie mit Protease-Inhibitoren: das Vorfabrikat kann
nicht in funktionierende Stücke
geschnitten werden. Aufgrund der Hemmung desselben
Entwicklunsgschrittes über zwei verschiedene Mechanismen
könnte die Kombination von Protease- mit Maturations-Inhibitoren
synergistisch sein. In Entwicklung befindet sich
Bevirimat (Phase II) und UK-201844 (präklinisch).
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update 14.02.2009

MRV
(Maraviroc,
Censentri® / Selzentry®)
T-20
(Enfuvirtide,
Fuzeon®)
ABC
(Abacavir, Ziagen®)
ddI
(Didanosin, Videx®)
3TC
(Lamivudin, 3TC®
oder Epivir®)
d4T
(Stavudin, Zerit®)
ZDV
(AZT, Zidovudin, Retrovir®-AZT)
ddC
(Zalcitabin, Hivid®)
FTC (Emtricitabin,
Emtriva
®)
Adefovir
(bisPom PMEA, Preveon®)
TDF
(Tenofovir, bisPocPMPA, Viread®)
Efavirenz
(Stocrin®
oder Sustiva®)
Etravirin (Intelence®)
Delavirdin
(Rescriptor®)
Nevirapin
(Viramune®)
Atazanavir
(Reyataz®)
Darunavir
(Prezista®)
Fosamprenavir (Telzir®)
Indinavir
(Crixivan®)
Lopinavir/r
(Kaletra
®)
Nelfinavir
(Viracept®)
Ritonavir
(Norvir®)
Saquinavir
(Invirase®)
Tipranavir
(Aptivus®)
Opportunistische Infektionen
Prophylaxe-Empfehlungen
Therapie-Empfehlungen
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